Kulturbau aus der Kaiserzeit

Das Museum am Ostwall wurde ursprünglich als Verwaltungsbau im Jahr 1875 errichtet und ist somit das älteste Profangebäude der Innenstadt. Bereits im Jahr 1911 genügte das damalige Oberbergamt nicht mehr den Anforderungen und wurde von Stadtbaurat Friedrich Kullrich zum Kunst- und Gewerbemuseum umgebaut. Er behielt dabei die vorhandenen Gebäudeteile und Baumaterialien bei, den vorher offenen Lichthof verschloss er mit einer gläsernen Lichtdecke. In den 1950er Jahren erhielt der Bau seine heutige äußere Optik. Der so genannte Lichthof mit der originalen Konstruktion der Lichtdecke ist bis heute erhalten. Das ehemalige Museum ist der einzige erhaltene Kulturbau in Dortmunds Innenstadt aus der Kaiserzeit und zeugt damit von unserer Vergangenheit.



Geschafft: Vom Ostwall Museum zum Baukunstarchiv NRW

Die Eröffnung am 4 November 2018


Es gibt einen guten Grund zu feiern und als Verein "Ostwall 7 bleibt" stolz zu sein: Denn ohne den massiven Druck und unermütlichen Einsatz unseres Vereins und den vielen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern* und Kooperationspartnern* wäre die Stadt Dortmund heute um eine bedeutendes Gebäude ihrer langen Stadtgeschichte ärmer. Das konnte verhindert werden. Das Gebäude am Ostwall 7 wurde vor dem Abbruch gerettet, so wie wir es mit unserem Verein "Ostwall 7 bleibt" auch namentlich programatisch gefordert haben. Nicht zuletzt waren es die über 8.000 Unterschriften,  bedeutende Ausstellungen, die Aktionen vor Ort mit Weihnachtssingen sowie zahlreiche Leserbriefe und konstruktive (Streit-) Gespräche, die zu einem Umdenken der Ratsmitglieder und dem Erhalt des ältesten Profangebäudes in der City beigetragen haben.

Wir freuen uns zudem, dass es mit dem Baukunstarchiv NRW gelungen ist, eine neue und zukünftig landesweit bedeutende Institution nach Dortmund zu holen: Dies stärkt die Attraktivität der Stadt und profiliert Dortmund weiter als Standort der Baukultur. Sie gilt es in Zeiten des schnellen Wandels sorgsam zu pflegen, weiter zu entwickeln und das Geschaffene für zukünftige Generationen verfügbar und erlebbar zu machen.

Der Verein "Ostwall 7 bleibt" gratuliert dem Förderverein des Baukunstarchivs NRW auch für den gelungenen Umbau des Hauses. Insbsondere dafür, dass das Haus für die Öffentlichkeit auch zukünftig mit Ausstellungen und Veranstaltungen erlebbar bleiben soll. Wir wünchen allen Beteiligten einen gutes Start des Baukunstarchivs NRW und freuen uns auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit.

Die Öffnungszeiten: 5. November 2018 bis 10. Februar 2019, Di, Mi, Fr, Sa, So jeweils 14 - 17 Uhr, Di 14-20 Uhr. Montags geschlossen. Auf die Seite des Baukunstarchiv NRW gelangen Sie hier.

Zur Eröffnung sendete der WDR Hörfunk am 6. November ein Interview mit dem Archivleiter, Prof. Wolfgang Sonne. Sie können es hier nachhören.